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Sonntag, 20.05.2012, 22:26

"Ich glaub, niemand kennt einen so gut wie die eigenen Geschwister. Niemand kennt all deine schlechten und all deine gute Seiten so gut wie dein Bruder oder die Schwester " sagte unlängst eine sehr sehr nette alte Dame zu mir. Und ich glaube, sie hat recht mit dieser Behauptung.

Ich habe das große Glück, zwei Schwestern zu haben. Eine ältere, von der mich nicht ganz zwei Jahre trennen und eine jüngere, die fast zehn Jahre jünger ist als ich.

Die Älteste kannte mich schon sei jeher besser als ich mich selbst. Sie wusste immer schon vor mir, welcher Bursch mein nächster Freund sein wird, sie wusste schon vor mir, dass mein jetziger Mann derjenige sein wird, mit dem ich mein Leben teilen werde.
Sie hatte schon immer ein Gespür für Menschen im Allgemeinen, für Stimmungen und Schwingungen, die von anderen ausgehen. Sie war früher mein Ruhepol, nichts und niemand konnte sie aus dem Konzept bringen.
Und auch heute ist sie noch die Ruhe in Person. Selten kommt es vor dass sie die Nerven verliert, auch noch so viel Trubel rundherum - sei es in der Arbeit, durch die beiden wundervollen Kinder, ihre beiden zuckersüßen Hunde, ihre Ausbildung - kann ihr nichts anhaben.
Natürlich haben wir in unserer Jugendzeit auch unsere Kämpfe geführt. Bis sie von zu Hause ausgezogen ist hatten wir immer ein gemeinsames Zimmer - zu ihrem Leidwesen, zu meiner Freude. Aber ernsthaften Streit hatten wir nie.
Nie hatte ich das Gefühl, dass wir uns besonders nahe standen. Es war einfach immer so wie es war - wir waren eben Schwestern und nie habe ich mir Gedanken über unser Verhältnis gemacht.
In letzter Zeit ist das anders. Wir haben jetzt eine gemeinsame Aufgabe, gemeinsam Verantwortung übernommen. In den letzten sechs Wochen hatten wir mehr Kontakt als sonst in einem halben Jahr (was nicht daran liegt dass wir kein Interesse daran haben uns zu sehen, uns fehlt ganz schlicht und einfach die Zeit!). Wir sehen uns viel öfter als davor und wir hören uns täglich.
Und ich stelle fest: es gefällt mir! Es ist schön dass wir ein Stück enger zusammengerückt sind, es ist schön, so viele Gespräche zu führen. Auch über Themen, die wir bisher nie besprochen haben.
Ja, in den letzten Wochen ist mir eines mehr als klar geworden: so vierschieden wir auch sind, so ählich sind wir uns doch auch in vielen Dingen. Ich liebe meine Schwester und ein Leben ohne sie wäre nur halb so schön....

Mit der Jüngsten ist es irgendwie komplett anders. Als sie geboren wurde war ich schon halbwegs groß. Damals war sie für mich so etwas wie eine lebende Puppe. Unsere Mama hat uns beiden "Großen" sehr in die Pflege einbezogen. Wir durften - oder mussten? - sie wickeln, baden, auf sie aufpassen, mit ihr spazieren gehen, sie ins Bett bringen und eben all das machen, was gemacht werden muss. Es gefiel uns - oder zumindest mir - gebraucht zu werden und Mama zu helfen.
Später übernahmen wir es, sie über die wichtigen Dinge im Leben aufzuklären.
Allerdings, und das tut mir heute leid, war sie erst acht bzw. zehn als wir beiden älteren auszogen. So hab ich sehr viel nicht mitgekriegt. Naturgemäß haben wir uns ab dem Zeitpunkt, wo wir älteren unser eigenes Leben hatten, weniger gesehen.
Ich hab ihren ersten Freund nicht mitgekriegt, sie bei ihrem ersten Liebeskummer nicht trösten können.....alles, was mit der älteren selbstverständlich war, hab ich bei der jüngeren versäumt. Auch banale Dinge wir miteinander für Schularbeiten oder Tests lernen fielen bei der jüngeren weg.
Irgendwie war sie Einzelkind mit Geschwistern.....
Es gab schon auch Dinge, die mich ärgerten. Und die Älteste noch mehr. Zum Beispiel dass Zeitvorgaben beim Fortgehen am Abend bei ihr viel großzügiger ausfielen als bei uns. Dass unser Papa mitten in der Nacht überall hingefahren ist um sein "Nestscheisserl" abzuholen - das wär ihm bei uns anderen nie im Leben eingefallen!!
Ja, ich liebe meine kleine Schwester. Aber es ist anders. Wir haben weniger Berührungspunkte als wir beiden älteren.
Ich fühle mich auch heute noch eher wie eine Mama als eine Schwester. Immer habe ich das Gefühl auf sie aufpassen zu müssen. Obwohl ich genau weiß dass sie das sehr gut selbst kann. Immerhin war sie die einzige von uns dreien, die fast drei Jahre alleine im Ausland gelebt hat.

Ohne meine Schwestern wäre ich nur halber Mensch. Ich kann mir nicht vorstellen, ein Einzelkind zu sein - dieser Gedanke lässt mich regelmäßig erschaudern....
Es gibt nur eines, das ich inständig hoffe: dass wir nicht eines Tages so werden wie meine Mama mit ihren beiden Brüdern oder mein Papa mit seinen vier Geschwistern. Aus den verschiedensten Gründen redet der eine mit dem anderen und der andere mit dem einen nichts mehr. Furchtbar find ich das, zumal es - aus meiner Sicht - wirklch nichtige Gründe sind. Und für meine Oma war es nicht leicht, die Kinder "verfeindet" zu sehen.

Ich hoffe für uns drei, dass wir uns unser Leben lang nahe sein werden. Dass wir uns nicht aus irgendwelchen Gründen überwerfen werden.

Meine Schwestern und ich - wir drei gehören zusammen. Denn so verschieden wir auch sein mögen, so unterschiedlich unsere Sichtweisen oft auch sind: wir sind eine Familie, aus dem selben Fleisch und Blut. Und das ist einfach nur schön!!


Sonntag, 22.04.2012, 12:03

Dank des eher kurzen (und leider so gut wie schneelosen) Winters in meinem Eckchen des Landes konnte ich meine brav antrainierte Kondition über die grauen Monate retten.
Laufen ist zur Zeit ja leider nicht (und das schon seit fast drei Monaten!), also hab ich mich aufs Mountainbiken und überhaupt aufs Radfahren verlegt. Ist zwar nicht das selbe wie laufen (ja, ich gebs zu, ich bin absolut laufdeppert, nur wenn ich laufe fühle ich mich wirklich absolut wohl), aber ein für mich akzeptabler Ersatz.
So spule ich meine Kilometer brav herunter, fahr - soweit es das Wetter erlaubt - mit dem Rad in die Arbeit und zwei Mal in der Woche entweder das nächste Hügerl hinauf oder eine seeeeeeehr ausgedehnte Radtour in der Ebene.

Ich geb die Hoffnung nicht auf und glaube einfach mal meiner Physiotherapeutin dass ich den Wachaumarathon im September laufen werde. Wobei....nach meiner von der Therapeutin verodneten Probelaufrunde bin ich da eher skeptisch....

Aber egal: jammern gibts bei mir nicht und ausserdem bin ich ein positiver Mensch!
Ja, manchmal zipft es mich echt an dass mein Knie nicht das macht was ich will, manchmal hab ich echt einen Grant auf den Snowboarder, dem ich mein kaputtes Knie zu verdanken hab. Doch: so ist das Leben, manchmal kommt halt irgendetwas daher was man nicht unbedingt brauchen kann. Und ganz ehrlich: es gibt Menschen, die wären wahrscheinlich froh, wenn sie NUR ein kaputtes Knie hätten....

Also langes Geschreibsel kurzer Sinn: ich bin grad sehr stolz auf mich weil ich momentan wirklich wirklich sehr sportlich bin.

Doch auch neben dem Sport gibt es höchst Erfreuliches für mich.

Zum Beispiel den neuen "Familienzuwachs" in Form einer zuckersüßen Araberstute. Und obwohl es ja nicht mein eigenes Pferd ist, ist es doch eine Aufgabe. Eingewöhnen im neuen Stall bei der neuen Herde, wir beide aneinander gewöhnen und wieder aufbauen um sie irgendwann auch reiten zu können. Noch bin ich eine Ahnungslose (eine typische Schul-Reiterin eben), aber hier bei mir stapeln sich inzwischen lauter Bücher über Pferde im Allgemeinen, Pferdeerziehung, Horsemanship usw. Ich hab das Gefühl ich werde bald ein kleiner Experte sein;-))

Und so ganz nebenbei hab ich mich wieder für eine neue Ausbildung entschieden. Neben meinem Job. Neben meiner Famile. Neben Sport und allem anderen.
Wird sicher wieder stressig, aber ich hab gerade das Bedürfnis, wieder etwas Neues zu lernen.
Und vor allem ist es etwas sehr Sinnvolles. Bringt zwar kein Geld, aber mir hoffentlich ein gutes Gefühl. Auch wenn das bedeutet, dass meine Familie in Zukunft öfter mal am Wochenende und auch unter der Woche auf mich verzichten muss.

Alles in allem bin ich im Moment mehr als zufríeden mit mir. Und vor allem bin ich voller Energie und Motivation für alles, was in den nächsten Monaten auf mich zukommt. Mal schauen ob das auch so bleibt.

Mein Motto lautet: volle Kraft voraus!

In diesem Sinne wünsch ich euch noch einen schönen Sonntag!


Und diese Herren laufen bei mir grad rauf und runter:



Bild:http://www.bochum.de/C12571A3001D56CE/vwContentByKey/W27KDD6C390BOLDDE


Sonntag, 11.03.2012, 22:10

Wir Frauen sind wunderbare, wenn auch keine leichten Wesen. Wären wir einfach gestrickt, wär das (Zusammen)leben wohl langweilig:)

Was ich nicht mag ist das Über-einen-Kamm-scheren: Frauen sind zickig, Frauen sind ewig unzufrieden, Frauen gönnen einander keinen Erfolg, Frauen sind ewig im Wettstreit usw.
Doch so sind WIR nicht. Nicht alle.

Natürlich mag das Eine oder Andere auf einige zutreffen, auf andere wieder überhaupt nicht.
Es gibt nicht nur schwarz und weiß auf der Welt; es gibt so viele Schattierungen....

Genauso vielfältig und verschieden sind WIR.
Jede von uns hat ihre Stärken genauso wie ihre Schwächen.
Jede von uns hat ihre eigene Art zu leben.
Jede von uns hat ihre ganz eigenen Wert- und Moralvorstellungen.
Jede von uns hat ihre ganz eigenen Ziele.
Jede von uns hat ihre ganz eigene Meinung.
Jede von uns hat ihre ganz persönliche Vorstellung von Richtig und Falsch.

Manchmal aber werden die gängigen Vorurteile wirklich perfekt erfüllt.
Kleinkriege werden geführt, jedes Wort wir dreimal verdreht - für nix und wieder nix. Im Grunde geht es um Lächerlichkeiten, die hochgespielt werden. Betrachtet man das Gestreite nach einiger Zeit ein bisschen aus der Ferne, stellt man fest dass es wohl wirklich überzogen war.

Mädels, das Leben hat so viel mehr zu bieten!

Hören wir auf, uns hier zu bekriegen. Dieser Blog ist so vielfältig.....es gibt so viele nette Userinnen, so viele nette "Wohnzimmer" wo es immer schön ist, vorbeizuschauen.

Nein, ich bin auch nicht mit allem einverstanden was hier geschrieben wird und sehr oft sitze ich kopfschüttelnd vor dem Bilschirm. Kommentieren tu ich selten weil sehr oft Kommentare falsch verstanden oder in der Emotion falsch interpretiert werden. Und dann artet das Ganze wieder in Zickerei und Streit aus...

Diese Seite ist großartig. Sie ist für uns Frauen (und die wenigen Männer, die hier schreiben) ein netter Zeitvertreib, für manche vielleicht ein bisschen mehr. Wir können uns hier gegenseitig unsere Probleme, unsere erfreulichen Erlebnisse, unsere Sorgen, unsere Erfolge berichten.
Wir finden hier Zuspruch wenn wir ihn brauchen und bekommen vielleicht auch mal einen Tritt in den Allerwertesten....

Dieser Blog ist UNSER Blog. Er ist das, was wir aus ihm machen. Er ist die Ansammlung von vielen vielen wunderbaren unterschiedlichen Frauen. Und es wäre unendlich schade wenn durch Streitereien und Gezicke viele von uns den Hut draufhauen.

Dennoch - hier ist "nur" die virtuelle Welt, jede von uns hat ein mehr oder weniger erfülltes "echtes" Leben - hoffentlich. Machen wir uns keine Probleme wo im Grunde keine sind.

WIR sind großartig - und wir können wirklich mehr!!





Bild: www.123gif.de/gifs/frauen/frauen-0026.jpg


Samstag, 25.02.2012, 15:58
Heute brauche ich eure Hilfe.

Ich durchforste schon den ganzen Tag das Internet und werde einfach nicht schlau...

Wie weit darf ich laut Gesetz mein Kind "von der Leine lassen"? Wie lange, wie weit und zu welchen Aktivitäten darf ich meinen Sohn alleine gehen/fahren lassen ohne Folgen befürchten zu müssen?

Hört sich alles blöd an, ich weiß, aber ich bin total unsicher!

Mein Sohn ist zwölfeinhalb und wird - logischerweise und zum Glück - Stück für Stück selbständiger. Natürlich möchte er auch alleine etwas mit seinen Freunden unternehmen. Tut er ja auch. Sie sind oft mit dem Fahrrad in der Gegend unterwegs, fahren zu irgendwelchen Skater- oder Spielspätzen oder sich beim nächsten Nahversorger Süßes holen. Ich vertraue ihm und weiß dass er keinen Blödsinn anstellt und auf sich aufpasst.
Ich hab nur ständig die Frage im Hinterkopf: was ist eigentlich wenn ihm irgendwo etwas passieren sollte? Was ist z.B., wenn er auf dem Skaterplatz blöd stürzt, sich verletzt und ins Krankenhaus kommt? Bekommen wir als Eltern (neben den Vorwürfen, die man sich in so einem Fall sowieso schon macht) dann eine Anzeige wegen Unterlassung der Aufsichtspflicht?

Mein Wunsch ist es, dass er seine Erfahrungen machen und mit seinen Freunden Spaß haben kann ohne ständig die Eltern irgendwo mitschleppen zu müssen.
Wenn ich daran denke was meine Schwester und ich als Kinder alles getrieben haben....da hätte unsere Mutter, hätte sie davon gewußt, oft der Schlag getroffen;-))

Hoffe auf Eure Hilfe und wünsch euch noch einen schönen Samstag!


Donnerstag, 16.02.2012, 22:24

Heuer schaffe ich es hoffentlich: spätestens im September möchte ich endlich einen Halbmarathon laufen.

Seit drei Jahren nehme ich mir das vor, immer ist irgendwas dazwischen gekommen.
Aber heuer muss es funktionieren. Bis vor zwei Wochen war ich fast täglich laufen, die Strecken wurden immer länger und schlußendlich hab ich die Distanz ohne Probleme geschafft.

Im Moment macht mir mein Knie Sorgen, deshalb pausiere ich lieber. Das letzte Mal bin ich den halben Weg zurück gehumpelt....Hoffe, dass das bald wieder wird und ich endlich wieder laufen kann!
Irgendwie schaff ich den Halbmarathon heuer - in der Hoffnung, dass mein Knie mitmacht und danach nicht ganz kaputt ist...

Eigentlich wollte ich im April in Linz laufen, aber ich fürchte fast, es wird doch der Wachau-Marathon im September. Naja, egal. Hauptsache es wird überhaupt irgendeiner! Haltet mir die Daumen und schickt meinem Knie heilende Energie;-)




Bild: Herr toao


Donnerstag, 12.01.2012, 21:43
...da schaut man nach ewig langer Zeit mal wieder rein - und wundert sich nur noch...

Schade dass immer wieder mal versucht wird, schlechte Energie hier rein zu bringen.
Schade dass immer wieder mal jemand unbedingt Gift spritzen muss.
Schade dass es hier - wie im echten Leben auch - nicht möglich ist, dass ein Haufen Frauen friedlich miteinander auskommen.
Schade dass es nicht möglich ist ohne Untergriffe und Beleidigungen konstruktive Kritik anzubringen.

Aber was solls....das steckt wohl in uns Menschen, so sind wir - manche mehr, andere weniger - vermutlich gepolt...
Schade irgendwie!


Freitag, 23.12.2011, 09:04

Nach ewig langer Abwesenheit hier möchte ich euch schon heute ein schönes, ruhiges, friedliches Weihnachtsfest wünschen!

Mögen viele Wünsche in Erfüllung gehen und möge niemand einsam sein an diesem besonderen Abend!

Alles Liebe
toao


Foto: toao (ma, war da viel Schnee letztes Jahr!)


Sonntag, 14.08.2011, 22:31
Falls es jemanden interessiert, mich gibts noch. Irgendwie hab ich nie Zeit vorbei zu schauen und auch keine Muße zu schreiben. Auch jetzt nicht....

Irgendwie bin ich zur Zeit sowieso saft- und kraftlos und als ganzes unrund. Die Erholung nach meinem wunderbaren Urlaub Anfang Juli ist schon wieder verpufft:-(
Viel zu tun im Job und zu Hause das Chaos. Ich hatte die wahnwitzige Idee zwei Kinderzimmer gleichzeitig zu renovieren....Und für den Herbst hab ich mir den Rest des Hauses vorgenommen. Mal sehen ob ich das schaffen werde....
Im Moment ist mir ganz schwindlig vor lauter Zimmer ausräumen, ausmisten, Möbel schleppen, Möbel einkaufen,.....
Hoffentlich hat das bald ein Ende!!!

Ich bräuchte dringend ein, zwei Tage nur für mich ganz alleine. Ohne Mann, ohne Kinder, ohne Lärm, ohne Arbeit!


Freitag, 17.06.2011, 08:30
Meine liebe Freundin,

gestern war dein Geburtstag. Du wärst gestern so alt geworden wie meine Schwester. Feiern konnten wir ihn nicht mehr....

Es ist unglaublich wie schnell so ein Jahr vergeht.

Fast ein Jahr ist es jetzt her dass du dich dazu entschlossen hast zu gehen.
Fast ein Jahr ist es jetzt her dass du deine Familie, deine Kinder und alle, denen du wichtig warst und bist, unter Schock gesetzt hast.
Seit fast einem Jahr kämpfen sich deine Kinder und dein Mann in ein halbwegs normales Leben zurück. So wie vorher wird es für sie nie wieder sein. Nicht ohne dich. Nicht mit all den Fragen nach dem Warum, die ihnen niemand beantworten kann.

Doch diesen Brief hier schreibe ich nicht um dir Vorwürfe zu machen. Das steht mit nicht zu. Ich bin davon überzeugt dass es für dich der einzig gangbare Weg war, deinem Leid zu entkommen. Und das muss ich - und müssen wir alle - respektieren und akzeptieren.

Weißt du, worüber ich gestern, an deinem Geburtstag die ganze Zeit nachgedacht habe? Dass wir in den paar Jahren, in denen wir uns kannten, diesen Tag nicht ein einziges Mal miteinander gefeiert haben.
Wir wussten so vieles voneinander. Dinge, die wir sonst niemandem erzählt haben, haben wir uns gegenseitig anvertraut. Wir haben über so vieles gesprochen, so viele tiefe Gespräche geführt, Stunden mit philosophieren verbracht.....
Doch unsere Geburtstage haben wir jedes Mal wieder vergessen. Und es war vollkommen egal - niemals wäre eine auf die andere böse gewesen deswegen. Es war dir auch nicht wichtig, dass man dir gratuliert.
Es gab so viele Dinge, die dir wichtiger waren....
Deine Gedankenwelt war so vielschichtig, für dich gab es nicht schwarz und weiß, nicht ja und nein, nicht gut und böse.....es gab so viele Schattierungen und Nuancen dazwischen....Unsere Gespräche fehlen mir, deine Gedanken fehlen mir, deine Anregungen und deine Kritik. DU fehlst mir....

So lange du unter uns warst, hat es Zeiten gegeben, da haben wir uns eine halbe Ewigkeit nicht gesehen und gehört, da war es nur ein schneller Gruß wenn wir uns zufällig begegnet sind. Dann wieder gab es Zeiten wo wir uns oft zusammengesetzt und geredet haben. Es war alles so selbstverständlich, so leicht.

Mein Großer hat mich gestern gefragt ob ich glaube dass deine Familie deinen Geburtstag feiert. "Wie soll man jemandes Geburtstag feiern, der nicht mehr lebt? Wie soll man jemanden hoch leben lassen, wenn er doch gar nicht mehr da ist?" war meine Antwort.
Doch ich glaube, es braucht keine Torte, keine Packerl, keine Geburtstagskerzen. Deine Familie hat dich sicher auf ihre Art gefeiert. Im Stillen. In ihren Gedanken.
Ich auch.

Mit dem Wunsch dass es dir dort, wo du jetzt bist, gut geht.

Deine Freundin
toao


Sonntag, 29.05.2011, 21:35

Nachem ich durch mein kaputtes Knie, das mir Anfang Februar auf der Schipiste zerstört wurde, viel zu lange eingeschränkt war, bin ich jetzt endlich wieder fast ganz die Alte.

Endlich kann ich wieder (fast) alles uneingeschränkt machen - so wie vor dem Unfall.
Grade jetzt wo es so schön ist draussen kann ich endlich wieder meine gewohnten Strecken laufen, lange radfahren, reiten, mit den Kindern herumtoben, lange Spaziergänge machen, wandern - und hin und wieder wenn es doch einmal zu viel war einfach meine Stöcke schnappen und eine Runde walken gehen. Oder ich geh einfach ins Fitnessstudio, je nach Zeit, Lust und Laune.

Es tut gut, ich bin wieder ausgeglichener und ertäglicher für meine Umwelt.
Ohne Bewegung, ohne Sport gehts mir einfach nicht gut. Aber zum Glück ist das jetzt vorbei!

Jetzt muss ich nur noch schauen dass ich meine angefutterten Frust-Kilos schnell wieder los werde!


Dienstag, 17.05.2011, 21:40

Als ich ein Kind war (also so vor ein, zwei Tagen ;-D) wohnte ich mit meinen Eltern in einer Hochhaussiedlung. Fünf Wohnblocks aneinander gereiht, dawischen zwei mehr oder weniger tolle Spielplätze.
Umgeben waren die Hochhäuser von Feldern auf der einen und Einfamilienhäusern auf der anderen Seite.

Nachdem die Siedlung ziemlich neu erbaut war, lebten viele viele Familien mit Kindern in den verschiedensten Altersstufen dort zusammen.
Das Tolle war, dass immer jemand zum Spielen da war. Ganze Tage haben wir draussen verbracht. Haben mit den Fahrrädern die Gegend unsicher gemacht. Sind stundenlang im Feld herumgelaufen, haben verstecken gespielt. Sind auf Bäumen und Garagendächern herumgekraxelt. War das Wetter schlecht, haben wir unter einem Balkon Schutz gesucht, sind stundenlang dort herum gesessen und haben uns Geschichten erzählt.

Zwischendurch haben wir immer wieder kurz zu Hause angeläutet um zu sagen dass alles in Ordnung ist. Und das war es .... es war vollkommen in Ordnung dass wir alleine unterwegs waren. Meine Mama konnte uns ruhigen Gewissens herumlaufen lassen. Es ist nie etwas passiert - abgesehen von aufgeschlagenen Knien und dem einen oder anderen Kratzer.
Aber das gehörte dazu. Genau wie die eine oder andere Rangelei zwischen den Buben - oder auch uns Mädchen.

Heute.....heute ist es anders. Kinder einfach so herumlaufen zu lassen ist nicht mehr so einfach. Ich habe auch kein gutes Gefühl dabei. Natürlich sind meine beiden nicht angekettet zu Hause, aber ich hab immer ein schlechtes Gefühl, wenn mein Großer mit seinen Freunden in der Gegend mit dem Rad herum fährt oder meine Kleine mit ihren Freundinnen alleine am Spielplatz spielt.
Die Angst ist mein ständiger Begleiter. Es passiert so viel, man liest so viel.
Kinderschänder laufen frei herum, Jugendliche pöbeln die Kleinen an, wissen nicht wohin mit ihrer Aggressivität und Langeweile.
Das Internet öffnet neue Welten für kranke und falsch gepolte Menschen, das Handy ist manchmal mehr Fluch als Segen.

Burschen, die raufen gelten als verhaltensauffällig. Von den Kindern wird erwartet dass sie "brav" und angepasst sind und möglichst den ganzen Tag still halten.

Irgendetwas läuft falsch. Ich kann ja nicht sagen früher war alles besser, denn so ist es ja nicht. Aber Kinder durften zu meiner Zeit einfach Kinder sein und sich auch dementsprechend benehmen.

Ich wünschte unseren Kindern würde es heute nicht so schwer gemacht. Sie sollen sich benehmen wie kleine Erwachsene, müssen viel zu früh erwachsen werden. Und es lauern so unendlich viele Gefahren. Überall. Immer.

Wie können wir unsere Kinder schützen? Übertreibe ich??

Eine nachdenkliche
toao


Bild: http://www.kirchen-kehl.de/index.php?module=Pagesetter&type=file&func=get&tid=26&fid=bild1


Freitag, 22.04.2011, 21:44
Wo bitte ist denn die Confetti hingekommen????
Was hab ich versäumt???
Schade wärs wenn sie uns hier abhanden gekomen wäre!!


Freitag, 08.04.2011, 08:56

...weils so schön ist draussen
...weil die Sonne scheint
...weil die Lebensgeister wieder erwachen
...weil alles viel mehr Spaß wenn nicht alles grau in grau ist
...weil grade alles so gut passt...

...wünsch ich euch allen schon heute ein wunderschönes Frühlingswochenende!!


Sonntag, 06.03.2011, 21:41

Heute brauch ich bitte euren Rat bzw. eure Meinung.

Meine Frage: wer von euch hat Erfahrung mit Kreuzbandriss (vorderes Kreuzband)?
Nach meinem dämlichen Schiunfall vor einigen Wochen hab ich jetzt endlich die Diagnose und stehe jetzt vor der Frage operieren oder nicht operieren.

Hat jemand von euch Erfahrung mit der Operation bzw. hat jemand Erfahrung mit konservativer Behandlung nach dem Kreuzbandriss?

Ich hab bisher die Meinung von zwei Ärzen - einer rät zur OP, der andere meint ich sollte es zuerst mit Muskelaufbau probieren. Und ich hab keine Ahung was ich tun soll. Ich möchte einfach so schnell wie möglich wieder reiten und laufen können.

Wäre über Meinungen bzw. Erfahrungsberichte sehr dankbar!

glg
toao (momentan ein bisschen verzweifelt)



Bild:http://de.academic.ru/pictures/dewiki/76/Legamenti_crociati.jpg